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Paarberatung 

Erst in der Liebe zu jemandem finden wir den Weg zu uns selbst

(So berichten alte Paare, die ein Leben lang zusammen gewesen sind.)

Auch wenn die Liebe DAS grosse philosophische Thema ist und es keine wirklich abschliessend befriedigende Definition derselben gibt, so darf man sicher behaupten, dass wir ohne sie ziemlich arm dran wären.

Liebe hat viele Gesichter, sie wandelt sich stetig und sie kann auch sterben.

Der Alltag vieler von uns ist voll bepackt mit Terminen, Aufgaben, Besorgungen und durch unsere Arbeit strukturiert und getaktet. Die Zeit für die Beziehung als Paar wird um alle Pflichten herum gebüschelt. Hat man als Paar auch noch Kinder, schrumpft die gemeinsame Paarzeit meist dramatisch auf ein "Mini-Pensum". Oft wird diese Zeit noch für Organisatorisches genutzt und die Energie für einen tieferen exklusiven Austausch ist bei beiden Beteiligten fast nicht mehr vorhanden.

Ich bezeichne den Alltag manchmal als energieverschlingendes Monster, das sich zwischen ein Paar drängt und immer mehr Raum einnimmt, bis beide Teile so weit voneinander entfernt ihr Leben leben, dass sie die Verbindung zueinander verlieren.

 

Die Paarforschung kennt viele Symptome, die sich in unserem Alltag zeigen und auf die man achten und reagieren muss, wenn man als Paar zusammenbleiben möchte. Erkennt man diese nicht und spricht ein Paar nicht mehr über sich einschleichende Entfremdung- oder Unlustgefühle, ist eine Trennung schlussendlich fast nicht mehr zu verhindern.

Auch wenn in der Schweiz bald jede zweite Ehe geschieden wird und wir es als "normal" ansehen, dass wir nicht ein Leben lang zusammenbleiben, so unterschätzt man die dramatischen Konsequenzen, die eine Trennung für alle Beteiligten haben kann. 

Kinder leiden oft am meisten. Die Statistiken zeigen auch, dass gerade Männer ein hohes Risiko für vielerlei psychische und physische Erkrankungen (Schlaflosigkeit, Depression, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Suchtanfälligkeit, Burnout und vieles mehr) tragen. Ausserdem stellen Scheidungen oft auch eine hohe finanzielle Belastung dar.

Kurz: die psychischen und finanziellen Kosten einer Trennung sind meist sehr hoch und lösen oft eine tiefe Lebenskrise aus.

Das muss nicht sein! 

Mit ein paar Kniffen und etwas Bewusstseinsarbeit kann es auch im Alltag leicht gelingen, mit seinem Partner*in eng in Verbindung zu bleiben.

Beziehungs-Kompetenzen erlangen

Erfahren Sie, worauf es im Alltag an kommt, um eine tiefe Verbindung als Paar aufrecht zu erhalten. Aktualisieren Sie anhand ein paar einfacher Übungen das Wissen über Ihren Partner*in und verlieren Sie nie mehr aus den Augen, in wen Sie sich ursprünglich einmal verliebt haben. Es ist gar nicht so schwierig!

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Kommunikations-Kultur 

Lernen Sie, wie Sie mit einfachen Tricks Ihre Paarkommunikation so zu verändern, dass Sie konstruktiv miteinander streiten können und lernen Sie einen gemeinsamen Umgang mit Problemen, die nicht gelöst werden können (das sind nämlich ganz schön viele - was nicht schlimm ist). 

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Bewusstsein und Zeit

Üben Sie sich in Selbstwahrnehmung: Je besser Sie sich und Ihre "Hot Spots" kennen, umso reifer und liebevoller können Sie mit sich selbst und somit auch mit Ihrem Gegenüber umgehen.

Und ja: Beziehungen brauchen Zeit! Zeit im Hier und Jetzt. Zeit im Alltag. Es ist eine Illusion, dass Sie Paarzeit auf gemeinsame Ferien "vertrösten". Das funktioniert nicht. Lernen Sie, wie Sie regelmässig und organisch Zeit schaffen für Ihre Beziehung.

Das ist die wichtigste Investition in Ihr gemeinsames Leben. 

Denn:

Ganz am Schluss unseres Lebens ist es genau das, was die meisten von uns auf dem Sterbebett bereuen: Ihren Beziehungen zu Lebzeiten nicht den Wert eingeräumt zu haben, den sie benötigt hätten, um das Lebensglück zu vergrössern.

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